Sonntag, 13. November 2011

13. November 2011

Hallo meine Lieben,

eigentlich gibts nichts Neues zu berichten, dafür versuche ich heute ein paar Bilder hochzuladen, was in Anbetracht der Internetgeschwindigkeit eine enorme Geduldsprobe darstellt.
Also beginnen wir mal mit meiner Behausung:

In meinem Zimmer sind zwei Betten, die ich zu einem gemacht habe. Ein Waschbecken, ein Schrank und ein Tisch mit Stuhl.

Vorher hat es so ausgesehen wie auf dem Bild unten.

Ist eigentlich erst mal alles da was man braucht. Die Matratze ist etwas gewöhnungsbedürftig, da äußerst hart und mit Stroh oder so gefüllt, da sie irgendwie raschelt. Aber habe mich dran gewöhnt :-)



 








Das Datum ist natürlich total falsch. Habe leider die Kamera nicht richtig eingestellt. Seht es mir nach :-)


Das nächste Bild ist auf der Terasse des Sister´s House entstanden, da wo ich wohne. Auf dem linken Gang ist mein Zimmer und mein "Bad".


 
Die Gartenanlage ist sehr gepflegt aber nicht repräsentativ für den Ort in dem es steht. 

Außerhalb der Kloster- und Krankenhausanlage sieht es etwas anders aus. 
Ich habe mich bisher noch nicht getraut das einfach zu fotografieren, da ich die Menschen nicht verärgern möchte. Weiß nicht so genau, wie die das aufnehmen. Ich werde mich mal schlau machen und versuchen ein Paar Bilder für euch festzuhalten.


Nun zur Säuglingsstation:
Erst mal das Stationszimmer:

 
Das Stationszimmer ist für den ganzen Gang gedacht. Dazu gehären neben der Nursary auch noch die Privatpatientenzimmer. Das sind Zweibettzimmer mit Wasseranschluss für das die Patienten selbst bezahlen.
Man beachte die Ofenplatte in der Mitte:
Hier wird Wasser zum Babybaden warm gemacht. Fließend gibts das nämlich hier selten. In dem Wasschbecken rechts werden die Babys dann gebadet.


Das Bild rechts zeigt den Gang dieser Station. Es war gerade Generalputz, daher stehen Betten und Nachtschränke auf dem Gang. 

Was ich hier extrem toll finde, dass die Gänge offen sind. Man fühlt sich als ob man im Freien arbeitet. Das kann man von deutschen Krankenhausklötzen meist nicht behaupten.

Allerdings bekommt man bei Einbruch der Dunkelheit ein echtes Problem mit den Moskitos.
Micht stechen trotz Anti-Mückensprays, -salben und langärmeliger Kleidung am Abend tgl. mind. 3-5. Wenn ich kein Malaria bekomme, dann feier ich ne riesen Party :-).

 Im Hintergrund kann man so manche Angehörigen sehen, die sich auf dem Gang tummeln. Die gehören jedoch nur zu einer Patientin, die auf die Intensivstation (am Ende des Ganges, da wo der rote Schriftzug drüber steht) eingeliefert wurde. Meistens sind die auch mit in den Zimmern.
 So dann zu den lieben Kleinen:

 So siehts nach dem Baden, ölen, pudern aus:
Da werden alle in Reih und glied eingewickelt und entweder zu den Müttern gegeben oder der Arzt kommt zur Visite. Danach dürfen sie dann wieder ins Bettchen.

So, dann natürlich nicht zu vergessen, die unglaublich fürsorglichen Kranken Schwestern :-)

Rechts im Bild meine Wenigkeit und unten eine total nette Kollegin namens Tara.

Was noch interessant ist, hier arbeiten alle mit Mundschutz, auch die Putzfrauen oder Stationshelferinnen und nicht nur auf der
Säuglingsstation.

Dies dient zum Einen dem Eigenschutz und aber auch der Verhinderung von Krankheitsübertragungen.
Man möchte nicht glauben, was sich so im Laufe eines Tages in einem Mundschutzansammelt. Vielleicht ist das gar keine schlechte Idee den immer zu tragen?!


Das Gerät das man im Hinztergrund sehen kann ist die "Phototherapie" für Kinder mit Neugeborenenikterus. Bei uns wird das glaube ich mit Gelblichtbestrahlung therapiert, bin  mir aber nicht sicher.

Davon gibt es zwei Stück und darin liegen bis zu 8 Säuglingen, je nach Bedarf.
Die blauen Augenbinden schützen die Augen der Babys vor den Strahlen.



So und zu guter letzt hier noch ein Bild von einem meiner Saris inklusive mir:



Saris gibts aus allen möglichen Stoffen und in allen erdenklichen Farbkombinationen. Von Neonfarbe bis kunterbunt bis einfärbig oder kariert, alles sieht man.
Die Bluse lässt man sich in der Regel nähen. In meinem Fall sowieso, da es für die europäische Statur keine passenden Blusen gibt.
Ein indischer Sariladen ist ähnlich einem Handtaschen- oder Schuhgeschäft, man könnte immer einen kaufen und außerdem braucht man bestimmt auch zu jeder Handtasche einen passenden :-)

Bis zum nächsten Mal,
viele liebe Grüße,
Christina




Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen